Vorstellung Kandidat 6: Jörg Rostek

Liebe Studierende der Universität Münster,

habt ihr schon gewählt? Noch nicht? Dann wird es aber langsam Zeit, denn auch wenn die Wahl noch bis zum 22 Juni andauert, ist sie schnell verpennt. Leider ist die Wahlbeteiligung zu den Senatswahlen sehr gering und dass, obwohl der Senat ein Gremium ist, das viel an der Uni zu sagen hat. Von den 23 SenatorInnen sind vier Studierende. Das ist wenig, aber genug, um Anträge zu stellen und Probleme zu benennen. Und Probleme gibt es genug. Dass haben die Diskussionen über die Studiengebühren, die schlechte Umsetzung des Bologna-Prozesses und die Verfasstheit der Hochschuldemokratie gezeigt. Doch wie diese Probleme angehen? In der folgenden Legislaturperiode möchte ich mich als Senator mit folgenden Themen beschäftigen:

Transparenz: Welche Papiere, die im Senat besprochen werde, können im Vorfeld öffentlich gemacht werden, so dass Studierende Wind davon bekommen, was da drin eigentlich passiert? Meine Meinung: so viel wie möglich. Wird die Bunte Liste gewählt, findet ihr diese Papiere regelmäßig auf unserer Homepage.

Demokratie: Müssen die Profs, die mit 12 Mitgliedern die Mehrheit im Senat haben, in allen Gremien die Mehrheit bilden? Ich denke, dass das Argument der Bewahrung der Wissenschaftsfreiheit wichtig ist, aber nicht alle Entscheidungen, die im Senat gefällt werden, diese Freiheit betreffen. Beispielsweise hat die Einführung allgemeiner Studiengebühren rein gar nichts mit der Wissenschaftsfreiheit zu tun, ist aber dennoch gegen die studentischen SenatorInnen entschieden worden.

Lebensraum Uni: Viele von uns verbringen viel Zeit in der Uni. Einige von ganz früh morgens bis spät Abends. Und wer von diesem Stress recht geschafft ist und sich mal hinlegen möchte, findet auf dem Unigelände kaum Gelegenheit dazu. Das muss anders werden, deshalb möchte ich mich mit der Frage beschäftigen, ob es möglich ist, Ruheräume einzurichten, die allen Studierenden – auch zum Pennen – offen stehen.

Friedensuni: Die Bundeswehr sollte keine Plätze und Räume der Uni Münster zugebilligt bekommen. Der Senat sollte handeln und das Rektorat dementsprechend beauftragen.

MentorInnenprogramm: Ich möchte mit Hilfe der Fachschaften und der Univerwaltung ein MentorInnenprogramm auf die Beine stellen, dass semesterübergreifend funktioniert. ErstsemesterInnen könnten von älteren Semestern betreut und durch ihr Studium geleitet werden. Dies würde viel Stress und Fehler ersparen. Ich bin mir sicher, dass viele von uns über eine solche Gelegenheit dankbar gewesen wären oder selbst einen Ersti unter die Fittiche nehmen würden.

Lieben Gruß,
Jörg

Jörg Rostek studiert Politikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Wirtschaftspolitik an der Uni Münster. Er sitzt im Studierendenparlament (siehe www.ufafo.ms) und war schon einmal AStA-Referent. Er hat schon Einiges über Hochschulpolitik publiziert. Unter anderem auf www.iley.de.

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