Kürzungsdebatte: Harte Einschnitte verschoben?

Nicht einmal zwei Seiten hat der Brief, der die Informationen enthält, die das Rektorat zuerst nur mit den Dekanen teilen wollte. Freitag Abend gegen 17.00 Uhr ging er an die Senatorinnen und Senatoren; am nächsten Tag stand er schon zusammengefasst in der Zeitung Westfälische Nachrichten. Er enthält das Diskussionsergebnis zwischen Rektorat und DekanInnen, welches folgende Sparvorschläge enthält:

- Die Uni möchte kein Institut oder Fachbereich schließen;
- es wird ein neues Personalbudget- und Abrechnungssystem eingeführt;
- „zentrale Angebote“ wie die zentrale Studienberatung sollen geprüft werden;
- das digitale Angebot in den Bibliotheken soll ausgebaut werden;
- Stellenportale sollen verstärkt über Online-Portale laufen;
- die Parkplätze vor dem Schloss sollen „bewirtschaftet“ werden;

Weitere Ergebnisse der „Experten-AGs“, die zur Erarbeitung von Kürzungsvorschlägen eingerichtet worden sind, will das Rektorat aufnehmen und prüfen. „Ob mit den in dem Kanzlerbrief aufgeführten Sparvorschlägen das Haushaltsdefizit der Uni Münster ausgeglichen werden kann, ist fraglich“, sagt Jörg Rostek, studentischer Senator für die Philosophische Fakultät, und ergänzt: „Selbst wenn alle diese Kürzungsvorschläge umgesetzt würden, werden sie voraussichtlich nicht zu einem ausgeglichenen Haushalt führen. Es ist die Strategie der Anschaffung großen Drittmittelprojekten wie MEET und Co., die den Haushalt der Universität Münster ins Minus reißt. Die Finanzierbarkeit dieser Leutturmprojekte und die darin enthalteten hohen Folgekosten müssen bei der Beantragung der Drittmittel mit berücksichtigt werden, sonst wird mit jedem neuen Leutturmprojekt an einer anderer Stelle das Licht ausgehen.“

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