Danke, Berlin! TU Berlin beschließt Viertelparität

Die TU Berlin hat eine neue Grundordnung. Das Besondere: der „erweiterte akademische Senat“ der Hochschule ist „viertelparitätisch“ besetzt; d.h. die Professorinnen und Professoren haben nicht wie gewöhnlich – an der Uni Münster haben sie 12 von 23 Sitzen im Senat – die Mehrheit, sondern befinden sich mit Studierenden, akademischen und nichtwissenschaftliche MitarbeiterInnen zu gleichen Teilen am Verhandlungstisch.

„Weiter so! Das ist ein längst überfälliger Schritt“, kommentiert Jörg Rostek, studentischer Senator der Uni Münster, diese Entwicklung. „Die Gleichstellung der vier Statusgruppen ist die Voraussetzung für eine demokratische und friedliche Konfliktlösung. An der Uni Münster haben wir bei der Debatte um die Einführung allgemeiner Studiengebühren erlebt, was geschieht, wenn eine Statusgruppe über die Köpfe einer anderen Statusgruppe hinweg entscheidet und deren Bedürfnisse unberücksichtigt lässt: die Meinungsverschiedenheit wird nicht nur in sondern auch außerhalb der Gremien ausgetragen; und zwar durch langwierige Hörsaalbesetzungen und aggressive Senatssitzungsstörungen. Die Viertelparität kann helfen, Ereignisse wie Handorf zu vermeiden.“

Link zur Dokumentation über die Einführung von Studiengebühren an der Uni Münster: „Es war einmal ‚Eintritt frei‘“

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Google Bookmarks