Vorstellung Kandidat 1 : Jörg Rostek


Liebe Studierende der Universität Münster,

mein Name ist Jörg Rostek und ich bin Student der Politikwissenschaft. Ich bin in Buchen geboren und in Walldürn (Neckar-Odenwald-Kreis) aufgewachsen. Nach dem Gymnasium habe ich mich für eine Buchhändlerlehre in Darmstadt entschieden. Schließlich bin ich zum Studium in Münster gelandet.

Ich war bereits in einigen Gremien der Studierendenschaft aktiv. So beispielsweise im Studierendenparlament und im AStA . Ich war aktiver „Bildungsstreiker“ und bin seit einem Jahr studentischer Senator.

Bevor ich anfange über die Probleme der Uni Münster zu reden, hier meine Mailadresse: rostek.j@gmx.de. Wenn ihr Anregungen, Fragen oder Ähnliches habt, schreibt mich einfach an.

Neues aus der Hopo-Welt

So. Was ist in der Hochschulpolitik gerade so los? Die Landesregierungen arbeiten an einem neuen Hochschulgesetz, die Finanzen der Hochschulen sind klamm und wir Studierende sind an der Uni eher Objekt als Subjekt. Und als wäre das nicht schon genug, drohen im Schatten des doppelten Abiturjahrgangs die Studienbedingungen noch schlechter zu werden. All das macht eine starke studentische Stimme im Senat der Uni Münster notwendig. Wenn ihr mir erlaubt, möchte ich wieder diese Stimme sein.

Hochschulfinanzen – solider Grundstock benötigt
Die Uni Münster ist ein Paradebeispiel für die generelle Tendenz an den Hochschulen in NRW: die Abhängigkeit von Drittmitteln nimmt zu, führt aber nicht zu einer besseren Lehre; die Krisen der Hochschulhaushalte führen zur Entlassung wichtigen nicht-wissenschaftlichen Personals und prekärer Beschäftigung bei angehenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Gleichzeitig betonen vor allem konservative Politikerinnen und Politiker, Bildung sei ja so wichtig und die beste Chance gegen Armut und prekäre Arbeitsbedingungen. Wenn das so ist, warum ist dann das deutsche Bildungssystem immer noch nicht ausfinanziert? Warum ist der Ausbau der Grundfinanzen der Hochschulen immer noch nicht abgeschlossen? Die Hochschulen bedürfen eines soliden Grundstocks aus den öffentlichen Kassen und viel Kreativität, um ihre vielfältigen Ausgaben für die Gesellschaft zu bewältigen. Wir StudierendenvertreterInnen müssen im Senat alles daran setzen, Kürzungen in der Lehre abzuwenden. Einen kleinen Beitrag haben wir als Bunte Liste dazu schon geleistet, als wir vorschlugen, eine Kampagne zu starten, welche die Studierenden auffordert, Kürzungen und deren Auswirkungen sofort zu melden.

Demokratie – Viertelparität jetzt!
Es ist kein Geheimnis, dass die Studierenden unter der vorsintflutlichen Zusammenstellung der Hochschulgremien leiden. Um die Qualität der Hochschuldemokratie zu erhöhen, ist dringend eine Gesetzesnovelle nötig, welche den Studierenden ermöglicht, ihre Vorstellungen und Vorschläge auf Augenhöhe mit allen weiteren Mitgliedergruppen einzubringen. Wir fordern deshalb die schnellstmögliche Einführung der sogenannten Viertelparität in allen Gremien und die Abschaffung der Hochschulräte in allen Hochschulen Nordrhein-Westfalens.

Studienbedingungen – gute Lehre ohne Ausschluss
Trotz aller Versprechungen von Bund und Land ist die Umsetzung des Bologna-Prozesses und die Umstellung der Studiengänge auf das Bachelor- und Mastersystem stark verbesserungswürdig. Die Studierenden sorgen sich. Viele sind nicht sicher, ob sie nach dem Studium des Bachelor auch einen Masterstudienplatz erhalten. Oft zwingt sie ein hoher Numerus Clausus dazu, den Studienort zu wechseln. Wer A sagt, muss auch B sagen. Wer den Bachelor einführt, muss auch hinreichend viele Masterstudienplätze bereit stellen. Wer kreative Köpfe will, darf verschulte Studiengänge, die beinahe jegliche Form von Kreativität und individueller Entfaltungsmöglichkeiten strangulieren, nicht dulden. Eine Landesregierung, die will, dass Studierende zu einem erfolgreichen Abschluss gelangen, darf die soziale Komponente nicht aus den Augen verlieren und nicht zulassen, dass Studierende gezwungen sind, ihre Lebenshaltungskosten durch zeit- und kraftraubende Nebenjobs zu finanzieren.

Zivilklausel – Konfliktforschung statt Wettrüsten
Mit Sorge beobachten Studierendenvertreterinnen und Studierendenvertreter in ganz Deutschland die Zunahme von Drittmitteln aus Militär und Rüstungsindustrie. Die Bunte Liste arbeiten seit Jahren an dem Thema und hat nun zusammen mit den anderen studentischen Senatoren einen Antrag in den Senat eingereicht. Wir haben regelmäßig auf unserer Homepage darüber berichtet. Für den Frieden gegen Wettrüsten muss auch die Devise an deutschen Hochschulen sein!

Fazit

Die Hochschulen müssen in Sachen Demokratie, Solidarität, Gleichstellung und Ökologie Vorbild sein. Insbesondere die permanente Unterfinanzierung der NRW-Hochschulen, aber auch die Bevormundung der Studierenden durch die autoritäre Gremienstruktur muss endgültig vom Tisch. Nur so könnten die Hochschulen im Einklang mit gesellschaftlicher Verantwortung und sozialer Gerechtigkeit vorankommen.

Um Eure Stimme bittet,
Jörg

Jörg für euch auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=xzI-_UllkGM

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